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Mo 30.März 19:00 Sonderkonzert des Thaleia Quartetts aus Japan

  • 22. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. März

Thaleia Quartett
Thaleia Quartett

Kako Yamada, Violine

Hiromi Futamura, Violine

Sakuya Watabe, Viola

Miu Ishizaki, Violoncello


Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin

Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin


Eintritt frei!


Das im Rahmen der Osterkonzerte auf Rügen präsentierte Thaleia Quartett stellt sich schon vorher in Berlin mit Dvoraks "Amerikanischem" Quartett Op.96, Mozarts Adagio & Fuge KV546 sowie Martinus Streichquartetten Nr. 3. + 4. vor, beleuchtet damit seine Vielseitigkeit und schlägt einen weiten musikalischen Bogen von der magnetisierenden Polyphonie in Mozarts "Adagio & Fuge" über die volkstümlichen Wärme in Dvořáks „Amerikanischem“ zur rhythmischen und klangliche Intensität in Martinůs Streichquartetten.







Wolfgang Amadeus Mozart (1756-91) Adagio & Fuge c-Moll KV 546 (1788)

Antonín Dvořák (1841-1904) 12. Streichquartett F-Dur Opus 96

Bohuslav Martinů (1890-1959) 3. Streichquartett H 183 (1929)

4. Streichquartett H 256 (1937)


Mozarts KV546 resultiert aus der Beschäftigung mit Bach und Söhnen, initiiert durch den musikliebenden Baron van Swieten. Das frei gestaltete Adagio mit strenger Fuge folgt einem Berliner Modell, Grundlage hier ist Mozarts frühere Klavierfuge von 1782. Das Werk steht zugleich in der Wiener Tradition der „Fugenquartette“ und zeigt Mozarts kontrapunktische Meisterschaft.


Dvořák komponierte das Quartett 1893 in der tschechischen Gemeinde Spillville/Iowa, wohin er sich nach Komposition der Sinfonie aus der neuen Welt zurückgezogen hatte. Die Landschaft, Vogelrufe wie der Gesang des roten Tanagra, Spirituals & Indianisches inspirierten seine musikalische Fantasie, neue Eindrücke mischen sich in frischer Melodik mit der leisen Wehmut vertrauter tschechischer Tonsprache. Kritiker Hanslick hörte Musik „aus einer anderen Welt“ in diesem populären Quartett, das eine Linie von pastoraler Weite über melancholische Innigkeit zu tänzerischer Vitalität findet.


Während das 3. Quartett mit motorischer Energie und neoklassizistischen Spielfreude die experimentelle Pariser Phase Martinůs widerspiegelt, offenbart das 4. Quartett neue emotionale Tiefe in lyrischer, mährisch-volksliedhafter Melodik. Sie markieren den Übergang von rhythmischer Brillanz zu seiner persönlichen, sehnsüchtigen Klangsprache vor dem Hintergrund des heraufziehenden Krieges, wobei er stets seine charakteristische rhythmische Vitalität bewahrt.

 
 

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