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Rückblick auf die Festival Reise "Insel Intermezzi - Kammermusik am Meer 2026"

vor 2 Tagen
5 Min. Lesezeit

 

Mit großer Freude und mindestens ebenso viel Enthusiasmus sind wir in diesem Jahr in die dritte Ausgabe der Insel Intermezzi – Kammermusik am Meer gestartet. Nach bereits zwei wunderschönen Ausgaben war es toll zu erleben, wie sich unser Festival weiterentwickelt und wir neue Verbindungen auf Rügen knüpfen konnten. So ergab sich in diesem Jahr die Gelegenheit, mit drei weiteren Spielstätten und Konzertreihen zusammenzuarbeiten und unser Festival fast auf die ganze Insel Rügen zu verteilen. Vor uns lagen damit neun tolle Spielorte und so entstand die Idee, unser Programm an das Motiv der Reise anzulehnen: eine Reise nicht nur über die Insel, sondern auch durch unterschiedliche Länder, Stimmungen und Klangwelten.

Nach Ankunft unserer Musikerinnen und Musiker am 18. August in unserer idyllischen Festivalheimat, der Kunstscheune Vaschvitz, ging es bereits einen Tag später mit unserem Auftaktkonzert los. Erstmals durften wir in den wunderschönen Räumlichkeiten der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft in Groß Schoritz zu Gast sein – und das gleich vor vollem Saal. Unsere Cellistin Cosima Federle und unser Pianist Jonas Haffner eröffneten das Programm mit Beethovens 4. Sonate für Klavier und Violoncello und Schumanns Fünf Stücken im Volkston. Anschließend spielten unsere künstlerischen Leiter Victoria Wong und Marcel Mok die Violinsonaten von Janáček und Ravel. So bot bereits der erste Abend eine kleine Erkundungstour durch ganz unterschiedliche Facetten der Duo-Literatur.



Die nächsten Tage waren vollgepackt mit Probenarbeit, einem fröhlichen Videodreh mit dem

Autohaus Eggert, das uns auch in diesem Jahr wieder ein Festivalauto zur Verfügung stellte (tatsächlich groß genug für alle Musiker samt Instrumenten), und einem Besuch des NDR. Für das leibliche Wohl sorgte über die gesamten anderthalb Festivalwochen unsere ehrenamtliche Helferin und Küchenchefin Wilfriede Hennings, der dafür unser unendlicher Dank gebührt.

Am Samstag folgte unser traditionelles Mélange-Konzert im Badehaus Goor, bei dem zu Kaffee und Kuchen ein unterhaltsamer Querschnitt durch unser Festivalprogramm erklang. Einen Tag später hieß es dann „Zu Gast bei Freunden“ – und genauso fühlen wir uns jedes Mal im Schlosshotel Ralswiek. Nach verschiedenen Streicherduos erklang im Weißen Saal Mozarts zauberhaftes Klarinettenquintett. Übrigens eine ganz besondere Freude: Seit diesem Sommer steht im Schloss ein wunderschöner Flügel, den unser Verein geschenkt bekommen hat und der uns in den kommenden Jahren noch mehr Möglichkeiten für die Konzerte im Schloss eröffnet!



Am Montag führte uns unsere Reise weiter nach Swantow. Unter dem Titel „Reise nach Übersee“ waren wir erstmals in der St.-Stephanus-Kirche und damit bei den Swantower Sommerkonzerten zu Gast. Die wunderbare Atmosphäre und der Publikumsandrang haben uns überwältigt: Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf dem Programm standen Samuel Barbers 1. Streichquartett, Dvořáks „Amerikanisches“ Streichquartett und Piazzollas Oblivion. Ganz herzlich danken wir dem Parlamentarischen Staatssekretär Heiko Miraß und dem Ehepaar Plath, die diese neue Kooperation überhaupt erst möglich gemacht haben.

Die nächste Etappe führte uns am Mittwoch in die St.-Georg-Kirche in Wiek. „Innehalten“ lautete der Titel des Abends – und kaum ein Werk könnte dazu besser passen als Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps. Gespielt wurde es von Victoria WongLorenzo DainelliYehjin Chun und Jonas Haffner. Die atemberaubende Aufführung, die besondere Stimmung des Publikums und der für dieses Werk nahezu perfekte Kirchenraum ließen tatsächlich zeitweise das Gefühl entstehen, die Zeit würde stillstehen.

Hier kam erstmals auch unser Festivalflügel zum Einsatz, ein fantastischer Shigeru Kawai SK-EX, den uns Kawai Europa gemeinsam mit dem Klaviertechniker Tsubasa Miyahara erneut zur Verfügung stellte und der uns über insgesamt vier Konzerte begleiten sollte. Besonders danken wir Pfarrer Christian Ohm, auch für seine Empfehlung, dieses Konzert statt wie gewohnt in der Dorfkirche Altenkirchen aufgrund der besonderen Akustik und Atmosphäre in Wiek stattfinden zu lassen.



Am nächsten Tag ging es bunt und fröhlich weiter: Unser Familienkonzert „Von fremden Ländern und Menschen“ nahm das Publikum in unserer idyllischen Festivalheimat, der Kunstscheune Vaschvitz, mit auf eine musikalische Reise quer durch die Welt. Leider fanden weniger Kinder als erhofft den Weg nach Vaschvitz – dafür freuten wir uns über ein junggebliebenes Publikum und im Anschluss über den gemeinsamen Austausch bei Bratwurst vom Grill.

Am Freitag führte unsere Reise nach Göhren. Beim Konzert „Herberge“ erklangen im wunderschönen Bernsteinpalais des Hotel Vju warme und farbenreiche Klänge für Viola, Karinette und Klavier: Mozarts „Kegelstatt-Trio“, Schumanns Märchenerzählungen und Bruchs Acht Stücke. Wir freuen uns sehr über diese neue Kooperation und danken dem Vju Hotel sowie der Kurverwaltung Göhren herzlich für die Initiative und die Möglichkeit zu diesem gelungenen Konzertdebüt!



Einer der Höhepunkte unseres Festivals war erneut das Konzert im wunderschönen  Theater Putbus, das in diesem Jahr den Titel „Gipfelklänge“ trug. Neben Mozarts „Kegelstatt-Trio“, das hier noch einmal erklang, standen Mendelssohns 2. Klavierquartett, ein Jugendwerk, das vor Elan und Dramatik nur so sprüht, sowie Brahms’ großes Klaviertrio in H-Dur auf dem Programm.

Und schließlich hieß es wieder „Abschied“ in der Kultur- und Wegekirche Landow, einem unserer liebsten und schönsten Konzertorte überhaupt – wo wir im Vorfeld wieder einmal den köstlichen Zwetschgendatschi à la Leo-Straßer genießen durften. In einem besonders heimatverbundenen Programm standen zunächst Antonín Dvořák mit einem Slawischen Tanz und seinem Dumky-Trio und nach der Pause Johannes Brahms mit einem Ungarischen Tanz und erneut seinem H-Dur-Klaviertrio im Mittelpunkt. Dass die Kirche auch in diesem Jahr wieder bis auf den letzten Platz gefüllt war und unser Abschlusskonzert erneut so erfolgreich stattfinden konnte, hat uns besonders gefreut. Unser großer Dank gilt sowohl der bisherigen Vorsitzenden des Freundeskreises, Frau Leo-Straßer, als auch ihrer Nachfolgerin Frau Larkens für die wunderbare Zusammenarbeit.



Nach fast zwei intensiven Wochen, neun Spielorten und unzähligen musikalischen und persönlichen Begegnungen ging damit unsere diesjährige Festivalreise zu Ende.

Dass diese Reise überhaupt in dieser Form stattfinden konnte, war in diesem Jahr allerdings alles andere als selbstverständlich. Ein signifikanter Rückgang öffentlicher Fördermittel stellte uns bereits in der Vorbereitung vor große Herausforderungen. Um die Insel Intermezzi dennoch wie gewohnt realisieren zu können, haben wir deshalb im Vorfeld ein Crowdfunding ins Leben gerufen. Die dabei dank einiger großzügiger Spenderinnen und Spender zusammengekommene Summe hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Festival in seiner geplanten Form stattfinden konnte.


Umso größer ist unser Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, Förderer, Sponsoren und Kooperationspartner, die an die Insel Intermezzi und unsere Idee geglaubt haben. Ebenso danken wir unseren Helferinnen und Helfern, die vor und hinter den Kulissen unermüdlich im Einsatz waren, und natürlich unserem Publikum, das uns über die Insel begleitet, die Konzertsäle und Kirchen gefüllt und diese Festivalreise mit uns geteilt hat.

 

Und schließlich danken wir unseren wunderbaren Musikerinnen und Musikern, die die Insel Intermezzi 2026 mit Leben gefüllt haben


Amelie Wallner, Victoria Wong – Violine


Jimin Jang, Haesue Lee – Viola


Cosima Federle, Yehjin Chun – Violoncello


Lorenzo Dainelli – Klarinette


Jonas Haffner, Marcel Mok – Klavier


Danke für diese Reise – und wir hoffen, dass die Insel Intermezzi auch im nächsten Jahr wieder erklingen können!

 

 

 


 
 

KonzertLEBEN e.V. 

hat sich zum Ziel gesetzt, exzellente freiberufliche Musiker zu fördern, um ihnen das Bestehen im kommerziellen Musikbetrieb zu erleichtern. 

   

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Prof. Dr. Antonia Joussen, Prof. Dr. Friedrich Kruse 

   

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